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Steigen Sie ein und fahren Sie mit!
Italien im Camper - Sizilien

Barockgarten der „Hybläer“.

Noto, Ragusa, Modica, Scicli

Wer die hybläische Hochebene erkundet, begegnet Dichtung und Wahrheit – in einem einzigartigen, von Erinnerungen umwobenen Schauplatz, der viele Autoren inspiriert hat. Deshalb wollen wir dem Giardino di Pietra degli Iblei (der Steingarten der Hybläer) – mit seinen in den Fels gebauten Häusern, die im goldenen Licht des Sonnenuntergangs glühen, mit der barocken Sinnlichkeit der Kirchen, die sich gegen den blauen Himmel abheben – einen Besuch abstatten. Im Hintergrund leitet uns die diskrete Begleitung von Italiens berühmtesten Krimi- und TV-Kommissar.

Noto

Königin des Barocks

Noto besitzt archäologische Güter von absolutem Wert. Die Stadt, die als erste der ostsizilianischen Spätbarockstädte von der UNESCO zum Weltkulturerbe der Menschheit erklärt wurde, stürzte 1693 bei einem Erdbeben zusammen, das halb Sizilien in die Knie zwang. Daraufhin wurde sie von Vertretern des Adels und des Klerus, etwa 16 km weit von dem vorherigen Noto bzw. Netum entfernt, neu gegründet.
Giuseppe Lanza, Duca di Camastra, ließ noch bestehende Trümmer der Altstadt räumen und begann mit der Umsetzung eines urbanistischen Plans, der die Anlegung eines rechtwinkligen Straßenrasters in dem neuen Noto vorsah. Zur Realisierung des Projekts schickte er die besten Ingenieure, Architekten und Handwerker seiner Zeit vor Ort, und in der Tat gelang es diesen, die Arbeiten in weniger als fünfzehn Jahren zu vollenden. Das Ergebnis war das Wunder an barocker Harmonie, das wir noch heute bewundern können.
Wir beginnen unsere Erkundung bei den öffentlichen Gärten von Piazza Marconi, wo sich der Busbahnhof und ein Taxistand befindet. Hier steht die Porta Reale bzw. Porta Ferdinandea, das Eingangstor zur Altstadt. Nach Durchschreitung dieses Torbogens befinden wir uns auf Corso Vittorio Emanuele, der Hauptstraße von Noto, mit den drei wichtigsten Plätzen.
Gleich rechts beeindruckt die Szenerie von Piazza dell’Immacolata, wo eine monumentale Treppe zur Kirche und dem Konvent von San Francesco empor führt. Gleich im Anschluss erhebt sich das Monastero del Salvatore mit großen Fenstern und gebogenen Gittern. Gegenüber ist eine Reihe von kleineren Palästen angeordnet, darunter das Stadtmuseum – Museo Civico – mit Pinakothek, moderner Gemäldegalerie und Aquarium.
Im Erdgeschoss sind Bereichskarten für den kombinierten Besuch einer Reihe von Monumenten erhältlich, die von verschiedenen Assoziationen verwaltet werden: Auf diese Weise können Räume besichtigt werden, die normalerweise nicht für den Publikumsverkehr geöffnet sind, darunter der Spiegelsaal des Rathauses – Sala degli specchi im Palazzo Municipale oder das Auditorium des Theaters, das einen Zuschauerraum mit vier Rängen vorzeigen kann. Vor allem aber bietet die Bereichskarte Zugang zu den Dachterrassen von zwei Kirchen: Santa Chiara und San Carlo. Von hier aus hat man jeweils einen Ausblick auf die Ost- bzw. Westseite des monumentalen Herzens der Stadt. Der Blick von oben wird durch den blauen Himmel Siziliens und die golden wirkenden Fassaden der Gebäude zu einem unvergesslichen Erlebnis, das nur schwer fotografisch wiederzugeben ist.
Beide Gebäude weisen wertvolle bauliche Elemente auf: der ovale Grundriss, der Chorumgang oder „Deambulatorium“und die Sängerkanzel bzw. „Cantoria di Clausura“ in Santa Chiara, die drei gewaltigen Kirchenschiffe und die konkave Fassade von San Carlo.
Hauptziel jedoch ist der zentrale Rathausplatz, Piazza del Municipio, wo die Gemeinde ihren Sitz hat. Gegenüber steht Palazzo Ducezio (benannt nach Duketios, dem legendären König der Sikeler) und schließlich die Cattedrale di San Nicolò mit der immensen Freitreppe. Nach der Restauration und dem Wiederaufbau des Gewölbes, das 1996 eingestürzt war, zeigt sich die Kathedrale erst seit Kurzem wieder in ihrer ursprünglichen Gestalt. Ihr zu Seiten steht zunächst Palazzo Landolina, wo eine Ausstellung die verschiedenen Wiederaufbauphasen des Doms zeigt. Hieran grenzt der Bischofspalast Palazzo Vescovile mit der im Winkel angeordneten Basilica del Salvatore, welche die Szenerie im Osten abschließt.
Im Westen des Platzes verläuft die Via Nicolaci, wo jedes Jahr im Mai das charakteristische Blumenfest „Infiorata“ stattfindet. Bekannt ist die Straße auch wegen des gleichnamigen Palastes, der hier steht. Von der Straße aus kann man seine barocken Balkone mit phantasievollen Tieren und Fabelwesen bewundern. Das Ende der Perspektive bildet die im Halbkreis angeordnete Fassade der Kirche Monte Vergine, die auf Via Cavour blickt; fast wirkt sie wie ein Damm gegenüber dem Rest der alltäglicheren Altstadt, die sich in der Ebene erstreckt. Auch die unmittelbare Parallelstraße Via Pirri führt nach oben: Hier ist die schöne Loggia del Mercato mit einem Brunnen zu sehen.

Ratgeber

Noto geizt nicht mit für den Aufenthalt ausgestatteten Parkplätzen: Es gibt vier gebührenpflichtige Wohnmobilstellplätze mit Bewachung, davon befinden sich zwei in der Nähe der Altstadt. Im Schatten eines Zitronenhaines bietet Noto Parking nicht nur Stellplätze sondern auf Wunsch auch einen personalisierten Shuttle-Service, um sich ohne das eigene Fahrzeug in den engen Sträßchen fortzubewegen.

 

Ragusa Ibla

Aristokratische Faszination

Nach Noto fährt man in Richtung Ragusa, der nächsten Etappe unserer Reise durch die hybläische Hochebene.
Ragusa kann mit zwei antiken Herzen aufwarten: Eines stammt aus dem 18. Jahrhundert und ist das Handels- und Verwaltungszentrum der Stadt. Es liegt oben auf der Hochebene. Darunter liegt das nach der antiken Sikulerstadt „Hybla“ benannte Ibla, eine faszinierende mittelalterliche Siedlung, die sich wie ein Keil zwischen zwei Canyons erhebt. An der Grenze zwischen diesen beiden Altstadtzentren liegt ein Park; von hier aus fährt man am besten in Richtung Ispica – Siracusa, um die Parkplätze zu erreichen, die wie Reißverschluss zwischen den beiden Ortskernen angeordnet sind. Nach Abstellen des Fahrzeugs beginnt ein eindrucksvoller mehrstündiger Ausflug, der aber für alle machbar ist (der einzige Vorbehalt gilt Personen, die Probleme dabei haben, Treppen und Rampen auf- und abzusteigen).


Die Tour beginnt gleich hinter dem Parkplatz, am Verkehrsknotenpunkt der Piazza della Repubblica. Links von der Chiesa del Purgatorio, gleich neben einem altherkömmlichen Barbier gelangt man ins Herz von Ragusa Ibla. Um sich zwischen den Gassen zurechtzufinden, kann man sich an der Kuppel der Cattedrale di San Giorgio orientieren. Viele der Bauwerke, die von der Kathedrale überragt werden, befinden sich in Sanierung.
Eine monumentale Treppe führt hoch zur Kathedrale, die aus dem Jahr 1744 stammt. Durch die im Verhältnis zum Dom schräg angeordnete Lage und die gigantische Architektur rund um die Kuppel setzt sich die Kathedrale geschickt in Szene. Im Inneren lässt sich die glückliche Handschrift von Rosario Gagliardi erkennen: Sein Name als Architekt und Urbanist steht in Sizilien für einen der besten Urheber des Wiederaufbaus nach dem Erdbeben von 1693.
Läuft man ein wenig nach unten, in Richtung Corso XXV Aprile, sollte man sich unbedingt den Circolo di Conversazione (Konversationszirkel) ansehen. Er wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts von dem ortsansässigen Adel gegründet. Doch die Jahre scheinen fast spurlos an ihm vorbeigegangen zu sein, wenn man die kolossalen Spiegel, die Fresken, die großen Gläser mit Wasser und Anislikör, die endlosen Kartenspiele und die roten Samtsessel betrachtet. Rund um den Platz bieten Eisdielen köstliche Sorbetts (halbgefrorene Süßspeise) an: Für einen erfrischenden Halt ist besonders die klassische Granita alle Mandorle zu empfehlen, etwa in der idealen Kombination mit einer knusprigen Brioche.

Nun machen wir uns wieder auf den Weg, um auf Piazza Pola die Kirche San Giuseppe mit ihrer charakteristischen konvexen Fassade zu besichtigen. Der Spaziergang führt vorbei an vornehmen Adelspalästen und erreicht östlich vom Siedlungskern den San Francesco gewidmeten Gebäudekomplex, der wesentlich antiker ist, als die barocken Formen, die er ihm Rahmen des Wiederaufbaus erhielt. Kurz danach gelangt man zum Giardino Ibleo, einem öffentlichen Park mit zahlreichen Palmen und Schatten spendenden Bäumen. Die Gartenanlagen gehen zwar auf dem 19. Jahrhundert zurück, in ihrem Inneren stehen jedoch zwei ältere Gebäude: die aus dem 16. Jahrhundert stammende Kirche San Giacomo, die im 18. Jahrhundert restauriert werden musste, und die Kirche der Cappuccini Vecchi, in der ein wertvolles Altarbild von Pietro Novelli aufbewahrt wird. Absolut sehenswert ist das im gotischen Chiaramontestil erbaute Portale di San Giorgio, ein Wahrzeichen der Stadt Ragusa aus dem 12. Jahrhundert.
Das aus zartrosa Kalksteinblöcken erbaute Eingangsportal ist das einzige Relikt einer antiken gleichnamigen Kirche, die beim Erbeben von 1693 zusammenstürzte.  Die Lünette oberhalb des Architravs stellt den Heiligen Georg in seinem Kampf gegen den Drachen dar; vor ihm kniet die Königin von Berytus (Beirut) und beobachtet die Szene. Darüber ist der Wappenadler von Ragusa angeordnet. In den Zwischenräume der Bogensäulen sind Figuren zu sehen, welche die Künste und Handwerksberufe darstellen. Im Anklang an die Bestiarien mittelalterlicher Tradition sind auf der gesamten Oberfläche imaginäre Fabelwesen, Untiere, Blumen und Blätter dargestellt.

Auf der Rückkehr zum Dom steigt man in Richtung Santa Maria Delle Scale zum höchsten Gebiet der Stadt hinauf. Hier ist ein wundervoller Aussichtspunkt, der den Ort in allen seinen Facetten zeigt: Ibla erhebt sich wie eine in den Stein gehauene Krippe und seine barocken Formen leuchten rosa im Licht des Sonnenuntergangs. Es ist kein Wunder, dass dieses überwältigende Panorama schon häufig zur Kulisse von Filmen in Kino und Fernsehen wurde.

Modica

Überraschend und begeisternd

Am Ende eines Tals ist die Altstadt von Modica beidseitig an den zusammenfließenden Hängen hochgewachsen. Wir erreichen das Zentrum auf den Straßen, die vom Talboden hinauf zu Corso Umberto I. und Piazza Buozzi führen. In der Nähe des Bahnhof befindet sich ein perfekter Parkplatz zum Abstellen des Reisemobils. Nun setzen wir die Erkundung zu Fuß weiter, angefangen bei dem ehemaligen Konvent der Mercedari, wo neben dem Museo Civico auch das interessante Handwerksmuseum Museo Ibleo di Arti e Mestieri untergebracht ist.
Mit barocker Virtuosität dominieren die in warmen Farben und Formen gehaltenen Architekturen die Szene unter Siziliens blauem Himmel. Geht man Corso Umberto I. entlang, so beeindruckt als erstes die Kirche del Carmine, vor der ein kleinerer Platz liegt. Anschließend trifft man auf das Municipio (Rathaus) und viele kleine, auf Arkaden gestützte Paläste, die bis zur Kreuzung mit Via Marchese Tedeschi reichen. Hiernach überragen die Ruinen des mittelalterlichen Schlosses die Straße. Schlusslicht der Straßenflucht ist die Kirche Santa Maria di Betlem. Zurück auf Corso Umberto I. begegnet man zunächst der höher liegenden Kirche San Pietro, zu der eine mit Marmorstatuen geschmückte Treppe emporführt. Im Anschluss dazu sind Palazzo Tedeschi mit seinen reich verzierten Balkonen, die der Länge nach ausgerichtete Kirche Santa Maria del Soccorso und der aus dem 18. Jahrhundert stammende Palazzo Manenti zu sehen. Hier biegt man um die Ecke, um die Kathedrale zu besichtigen.
Mit ihrer prachtvollen konvexen Fassade ragt die Cattedrale di San Giorgio aus den Gassen hervor. Auch hier lässt sich der Einfluss des Architekten Rosario Gagliardi erkennen, den wir bereits im Zusammenhang mit dem barocken Wiederaufbau von Ragusa Ibla erwähnt haben. Die 250 Treppenstufen der langen Freitreppe scheinen wie ein Wasserfall aus dem Kirchplatz zu entspringen. Und die Vorderfront aus weißem Kalkstein ist ein Triumph des Barocks mit plastischen Bewegungen, die sich schwungvoll um den Glockenturm legen. Nicht weniger beeindruckend sind die fünf Kirchenschiffe im Innenraum. Es lohnt sich hier eine Pause zur Besichtigung einzulegen, bevor man weiter durch die Gassen des mittelalterlichen Siedlungskernes schlendert. Sobald wir die Kathedrale verlassen haben, folgen wir dem Schokoladenduft der antiken „Dolceria“: Dieser Tempel der für Süßes empfänglichen Feinschmecker kann auf eine 300 Jahre alte Geschichte zurückblicken. Seinen Ruhm verdankt er vor allem einem exklusiven Rezept, das auf einer antiken Technik der Kakao-Verarbeitung beruht. Zu den Zutaten gehören dabei die Essenz von Peperoncino, Zimt und die Schalte von Zitrusfrüchten.
Nach dieser absolut genießerischen süßen Pause setzen wir unseren Spaziergang durch Modica fort.
Die letzten Zielpunkte sind die Kirche San Giovanni Evangelista, die Anfang des 18. Jahrhunderts auf dem höchsten Punkt der Stadt errichtet wurde, und der nahe gelegene Aussichtspunkt Belvedere Pizzo, wo man Modica wie auf einer Landkarte gezeichnet, vor sich liegen sieht. Nun kehren wir durch die kleinen Gassen zum Reisemobil zurück und entdecken hierbei en passent weitere unvergessliche Winkel und interessante Aussichtspunkte.

Scicli

„Vielleicht die schönste Stadt auf der ganzen Welt“

Bergabwärts in Richtung Meer fahren wir nach Scicli. Hier erinnert jeder Winkel und jede Ecke an einen Film. Nicht umsonst schrieb der Schriftsteller Elio Vittorini, Scicli sei „vielleicht die schönste Stadt auf der ganzen Welt“, denn es bietet Gelegenheit, zu ausgesprochen eindrucksvollen und fotogenen Bildausschnitten, auch dank seiner Lage beim Zusammenfluss von drei Tälern:
Das Herz der Stadt liegt auf einer ebenen Fläche, seitlich davon münden mit von Grotten durchbrochene Talfurchen in die Hochebene ein. In der Höhe ist der Aussichtspunkt mit den antiken Mauern zu sehen. Von oben dominiert die Kirche San Matteo die Stadt und empfängt ihre Besucher auf dem zentralen Piazza Italia.
Auf diesem Platz ist es möglich, vorübergehend zu parken. (Wer auf diesen offiziellen Parkplätzen nichts findet, kann es in der Nähe auf kleineren Plätzen probieren.) Von hier gehen wir zu Fuß weiter: Unsere Erkundung beginnt bei der Kirche Chiesa Madre di Sant’Ignazio, wo wir den Palmengarten und die im 18. Jahrhundert erbauten Paläste der gehobenen Gesellschaft sehen.

Läuft man die Via Nazionale entlang, trifft man auf ein elegantes Podest, das als musikalische Bühne und Grenze zur Fußgängerzone in Via Francesco Mormina Penna fungiert. Hier steht der Gemeindepalast Palazzo Comunale, eine im Neorenaissance-Stil erbaute Konstruktion aus dem 20. Jahrhundert. Es handelt sich um ein kleines architektonisches Juwel.
Mit seinen wunderbar aneinander gereihten Kirchen und Adelsresidenzen ist Via Mormino Penna eine der schönsten Straßen Siziliens. Hier ist die Kirche San Giovanni zu bewundern: mit ihrer konvexen Fassade und dem elliptischen Grundriss ist sie eine wahre Hymne auf den Barock. Gleich daneben stehen die imposante Kirche San Michele und Palazzo Spadaro, ein Gebäude aus dem 18. Jahrhundert mit interessanten Balkonen aus Schmiedeeisen. Nicht weit davon entfernt mündet die Via Nazionale in Piazza Busacca ein. Hier dominiert der Gebäudekomplex del Carmine mit Kirche und Konvent; einst war hier noch der antike Fluss des Steinbruchs von Santa Maria La Nova, der heute zu einem choreographischen Bett aus Steinen gebändigt wurde.
Steigt man am Steinbruch hinauf, so begegnet man zwei weiteren Kirchen: Consolazione und, wie bereits erwähnt, Santa Maria La Nova, eine der größten und ausgefallensten Konstruktionen der Neuklassik.
Nach der Rückkehr zu Piazza Italia gehen wir zum Palazzo Beneventano.
Es handelt sich hierbei um eine der interessantesten Adelsresidenzen
von Scicli, auch wenn sie sich zwischen kleineren Gassen versteckt, denn sie ist geradezu opulent ausgeschmückt. Nun gehen wir weiter, in Richtung Via San Bartolomeo und besichtigen die gleichnamige Kirche, die sich majestätisch und kulissenartig aus den Felsen erhebt. Im Inneren wird eine kunstvolle Krippe neapolitanischer Machart aufbewahrt. Hinter diesem Gebäudekomplex führt ein weiteres Flussbett bergaufwärts und offenbart eine eindrucksvolle Landschaft namens Chiafura: Denn an dem Hang seitlich des Flussbetts sind zahlreiche Grotten zu sehen, die bis in die 1950er Jahre hinein bewohnt waren.
Hiernach kehren wir zum Palazzo Beneventano zurück und laufen weiter bergaufwärts, um mit der Erkundung des Colle di San Matteo zu beginnen.  Diesen Hügel klettert man zunächst auf einem engen Gässchen hinauf, das nach und nach immer weiter wird und schließlich oben in den Kirchplatz mündet. Hier stand vor dem Erdbeben 1693 die heute verlassene, aber noch immer eindrucksvolle Mutterkirche von Scicli.
Nun windet sich der Pfad weiter hinauf bis zum Castello dei Tre Cantoni, wo uns ein wundervoller Ausblick auf die ganze Stadt belohnt. Mit einigen kleinen Abstechern entdecken wir auch die kleine Barockkirche namens Spirito Santo und können die bereits erwähnte, einstige Felswandsiedlung Chiafura von oben betrachten.
Im Süden, wo sich die Altstadt im Horizont verliert, leuchtet uns das blaue Meer entgegen und in noch weiterer Entfernung ist der Badeort Donnalucata zu erkennen.
Wer könnte oder wollte der Versuchung eines erfrischenden Bads im Meer widerstehen?
Und wir sind bereit für den Start in eine neue Reise.