20 Jul 2017

ICH, MEIN REISEMOBIL UND DIE STRASSE

DAS LEBEN AN BORD
ICH, MEIN REISEMOBIL UND DIE STRASSE

Allein auf einer 20.000 km langen Reise durch ganz Europa.

Die Umrundung Kontinentaleuropas durch 23 Staaten auf der Suche nach Geschichten von Grenzen: dies ist das Projekt „Vostok100k“ des italienischen Fotografen Lorenzo Scaraggi, der sich entschlossen hat, alleine in einem besonderen Reisemobil Kilometer „abzureißen“, die reich an Begegnungen, Straßen, Wäldern, Meeren, Menschlichkeit und Emotionen sind. Sein Reisekonzept lautet „slow“, wo die langsam fließende Zeit gleichzeitig Suche, gemeinsam erlebte Erfahrung, Berichte auf FB und Youtube ist.

Es nennt sich „Vostok100k” und ist ein Projekt, Kontinentaleuropa durch 23 Staaten auf der Suche nach Geschichten von Grenzen zu umrunden. Die Idee entstammt einem italienischen Fotografen, der sich entschlossen hat, alleine in einem besonderen Reisemobil auf der Suche nach Momenten voller Begegnungen, Straßen, Wäldern, Meeren, Menschlichkeit und Emotionen Kilometer „abzureißen“. Und im Slow-Modus mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 70 km/h an Bord eines Fahrzeugs aus dem Jahr 1982 durch die Welt zu ziehen. Die Technologie ist minimal, es gibt kein Gps und gefahren wird nur auf alten Straßen.
Sein Reisekonzept lautet slow, das heißt es verwandelt sich in die Suche, das Teilen von Erfahrungen, Berichte auf FB und Youtube mit Reportagen, Interviews und Videos. Das gesamte Projekt stützt sich auf Kraft des Web und wird komplett durch Crowdfunding finanziert.

Vostok verdankt seinen Namen dem Raumschiff, mit dem Juri Gagarin ins Weltall flog. In einem gewissen Sinn ist eine Reise in solch einem Fahrzeug heute ein Abenteuer wie eine Reise ins All.
In der Vergangenheit hat sich unser Protagonist behelfsmäßigen Fortbewegungsmitteln wie Trampen, Fahrrad und zu Fuß bedient, aber irgendwann brauchte er ein anderes Medium, um langsam den Traum eines jeden Reisenden zu realisieren: die Reise um die Welt.
28 Doppelzentner reine Mechanik, ohne elektrische Steuergeräte, ohne technologisches Geschnörkel, ohne Servolenkung und Klimaanlage haben sich in das Projekt Vostok100k verwandelt, d.h. 100.000 km Weltreise, bei der das erste Kapitel Europa abgeschlossen ist.

Vostock war auf den Straßen vom Nordpol bis nach Kappadokien unterwegs, die Crowdfunding konnte in 50 Tagen 7000 Euro sammeln. Im Web wurden die Video-Reportagen und Geschichten der „Grenzen“ geteilt, in die sich unser Protagonist eingelassen hat: eine kontinuierliche Geschichte, ein Fluss an täglicher Erkenntnis von allem, was eine solche Reise mit sich bringt. „Obwohl alleine“, sagt Lorenzo, „ist es so, als wäre man in Gesellschaft. Außerdem kann man im Reisemobil jeden Tag die Bedeutung von Heim neu definieren“.

„Ich habe die Nacht an den Klippen Portugals und in der spanischen Wüste von Tabernas verbracht, habe Wein an den kalten estländischen Stränden der Ostsee geschlürft, ich habe in den Wäldern Lettlands gekocht und mein Tagebuch in den Bergen Albaniens geschrieben. Dabei habe ich mich zwischen den vier Blechwänden meines Vostocks immer wie zu Hause gefühlt“, beteuert Lorenzo und fährt fort: „Vielleicht besteht das Geheimnis darin, die Tage mit Neugier zu füllen oder vielleicht darin, dass sich ein Reisender wohl fühlt, wenn er neue Orte entdeckt und Unbekanntes in sein Herz schließt und es nicht mehr loslässt. Ich habe Weltenbummler, Tramper, Einsiedlermönche und Kriegsflüchtlinge auf den Straßen dieses Europas getroffen, das noch nach seiner Identität sucht. Die ganze Menschheit, die ich immer mit mir tragen werde, das ist der wahre Reichtum jeder Reise“. Die Abenteuer gehen weiter und peilen neue Ziele an, natürlich im Reisemobil, dem idealen Verkehrsmittel, das Platz für alle großen Träume lässt, die jede Reise beflügeln.

(Mehr erfahren unter: http://www.vostok100k.com/)​

 
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