BOZEN MIT DEM REISEMOBIL ENTDECKEN

BOZEN MIT DEM REISEMOBIL ENTDECKEN

Wir fahren in eine der angenehmsten und lebenswertesten Städte Italiens.

Bozen und Umgebung sind eine Brücke zwischen der italienischen und germanischen Welt. Dank bezaubernder Landschaften und einem reichen und lebhaften Stadtzentrum mit unzähligen Kunstdenkmälern und kulturellen Angeboten laden Bozen und Umgebung zu einem reizvollen Besuch ein. Und auch die kulinarischen Spezialitäten, die Sie in den typischen Lokalen der Stadt kosten sollten, fehlen hierbei nicht. Entdecken wir Bozen!

Das Territorium

  

Die in 5 Stadtviertel unterteilte südtiroler Hauptstadt vermischt Alt und Neu, Elemente aus der germanischen und mediterranen Tradition, gotische Architektur und Rokoko-Dekor.

 

Terrassenförmig angelegte, malerische Weinberge schmiegen sich sanft an Ortschaften und streifen Denkmäler, Plätze, Burgen und Museen der historischen Ortskerne. Um die Atmosphäre in vollen Zügen zu genießen, empfehlen wir Ihnen, sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad fortzubewegen: perfekt sind ein Spaziergang in der Laubengasse (Via dei Portici ) oder auf den Radwegen der Altstadt. Gönnen Sie sich dort auch eine kleine kulinarische Pause in einer der typischen Lokale des Zentrums.

 

Die Bergwelt mit ihren Dolomiten scheinen zum Greifen nah. Drei Seilbahnen bringen Sie in wenigen Minuten in das Bergdorf Kohlern und die Gemeinden Jenesien und Ritten, die alle drei gute Ausflugsmöglichkeiten für jeden Geschmack bieten. In Kohlern wurde vor 100 Jahren die erste Personenschwebebahn (heute noch sichtbar) eingeweiht, erdacht von Josef Staffler, einem weitsichtigen Bozner Gastwirt. Kohlern wurde zu einem berühmten Touristenort, und einige der damaligen Villen stehen heute unter Denkmalschutz.

  

Altstadt und Waltherplatz

  

Der Bozner Dom, ein echtes gotisch-romanisches Juwel, ist das Wahrzeichen der Stadt und thront majestätisch am Ende des Waltherplatzes, wo einst eine frühchristliche Basilika stand. An der Außenseite erhebt sich das Leitacher Törl (la Porta del Vino), das an das Weinverkaufsrecht der Pfarrei aus dem 14. Jahrhundert erinnert. Der Innenbereich hütet die Kanzlei aus Sandstein des Steinmetzmeisters Hans Lutz von Schussenried (1514), ein imposanter Hochaltar mit Holzkruzifix aus dem 15. Jahrhundert. Ebenfalls kann die Domschatzkammer mit einer Sammlung an heiligen Ornaten, Reliquien, Schriftrollen und zahlreichen Goldschmiedearbeiten des 18. Jahrhunderts besichtigt werden.

 

Nicht zu versäumen ist auch ein Besuch der Dominikanerkirche, die zum Ende des 13. Jahrhunderts errichtet wurde. Sehenswert sind das Altarbild des Guercino mit der Erscheinung des Hl. Dominikus, einige byzantinische Gemälde und in der Johanneskapelle die im Auftrag des toskanischen Bankiers Giovanni de’ Rossi entstandenen einzigartigen Wandmalereien des 14. Jahrhunderts aus der Giotto-Schule, die Geschichten von Maria, dem Heiligen Nikolaus und der Heiligen Johannes der Evangelist und Johannes der Täufer darstellen. Die Kirche befindet sich ein paar Schritte vom Walther-von-der-Vogelweide-Platz, der „guten Stube“ der Stadt, entfernt. In der Mitte des Platzes steht die Statue des deutschen Dichters, der zwischen dem 11. und 12. Jahrhundert lebte.

 

Auf dem Platz finden die eigentümlichen Veranstaltungen wie der Blumenmarkt und der Christkindlmarkt statt. Sowohl im Sommer als auch im Winter bevölkern Stadtbewohner und Touristen den Platz, um seine malerischen Winkel zu erleben und die typischen Kaffeehäuser zu besuchen.

 

Franziskanerkirche

 

Der Waltherplatz wird nördlich im Herzen des mittelalterlichen Viertels von der Piazza del Grano (Getreideplatz) begrenzt, auf dem einst der Getreidemarkt stattfand. Die Berufung zum Handel hat in der Stadt Tradition: dank der strategischen Lage dicht an den Alpenpässen fanden hier bereits um das Jahr 1000 wichtige Jahrmärkte statt. Um den vorhandenen Raum bestmöglich zu nutzen, wurden die Gebäude mehrstöckig gebaut und bestanden aus einem Untergeschoss zur Lagerung der Waren, den Geschäften im Erdgeschoss und den Wohnungen auf den höheren Etagen. Schmale Gassen verbinden die Lauben mit den Seitenstraßen. Hier finden wir das Merkantilmuseum, wo bis zur ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts der Merkantilmagistrat tagte. Eingeführt wurde er auf Geheiß der Erzherzogin Claudia de’ Medici, um Streitigkeiten zwischen den Händlern zu beschränken. Der Rundgang der Ausstellung begleitet den Besucher durch Räumlichkeiten mit Dokumenten, Gemälden sowie Mobiliar und endet im beeindruckenden Ehrensaal im ersten Stock. In der Via Portici (Laubengasse) konzentrieren sich auch einige der besten Geschäfte der Stadt, die traditionelle Artikel und Kleidung verkaufen. Geht man die Via Portici weiter, gelangt man auf die Piazza Erbe (Obstplatz) mit dem malerischen Obstmarkt. Auf dem von historischen Gebäuden dominierten Platz kann man Blumen, saisonale Produkte und das Beste aus der Produktion einheimischer Bäuerinnen erwerben.

 

Bozen-Vicolo della Parrocchia

 

Folgt man der Via Museo (Museumstraße) erreicht man das Südtiroler Archäologiemuseum, dessen Ausstellung von der Altsteinzeit bis zur Epoche von Karl dem Großen reicht, und dabei auch römische Funde präsentiert. Natürlich ist auch Ötzi da, der Mann vom Similaun, der vor 5.000 Jahre lebte. Im Jahr 1991 entdeckte das deutsche Ehepaar Erika und Helmut Simon beim 3208 m hohen Tisenjoch im Eis eine konservierte Leiche. Es war die des Mannes vom Similaun, der vor über 5.000 Jahren zu Beginn der Kupfersteinzeit gelebt hatte. Ötzi war vielleicht ein Hirte oder auf der Flucht, er starb durch eine Pfeilwunde an der Schulter. Die Kälte konservierte perfekt seinen Körper und seine Ausrüstung. Heute ruht er in einem sterilen Schaukasten, der die Witterungsverhältnisse des Gletschers künstlich reproduziert. Nach Einweihung der Struktur im Jahr 1998 wurden über 4 Millionen Besucher gezählt.

  

Schlösser, Burgen und Museen

  

Von der Ponte Talvera (Talferbrücke) bietet sich ein von Boznern heiß geliebter Rundweg an. Man macht sich Richtung Norden zum Castel Mareccio (Schloss Maretsch) auf den Weg und schlägt dann einen Wanderweg ein, der an der Ponte Sant’Antonio (St.-Anton-Brücke) beginnt und bis zum Schloss Runkelstein hinaufsteigt. Inmitten von Weinbergen wurde die erste Burg im 13. Jahrhundert errichtet und in den folgenden Epochen ausgebaut. Das Schloss kann nach voriger Reservierung oder bei Konzerten und Veranstaltungen besichtigt werden. Auch im Schloss Runkelstein finden häufig Ausstellungen, Konzerte und Theateraufführungen statt. Das imposante Bauwerk aus dem 13. Jahrhundert (wo Pier Paolo Pasolini einige Szenen des Films Decameron gedreht hat) thront auf einem felsigen Gebirgsausläufer an der Einmündung ins Sarntal. Berühmt ist das Schloss wegen seinem profanen Freskenzyklus, der zu den bedeutendsten und glorreichsten des Mittelalters zählt. Die Fresken zeigen Jagdszenen, das Leben am Hof und Ritterspiele. Im „Sommerhaus“ sind von König Arthur und der Liebesgeschichte von Tristan und Isolde inspirierte Szenen zu sehen.

 

Wieder an der Ponte Talvera (Talferbrücke) angelangt, führen wir unseren Spaziergang in Richtung Süden zum Museion, dem Museum für moderne und zeitgenössische Kunst, fort. Das Gebäude ist über 50 m hoch und hat zwei Fassaden aus Glas und Stahl. Symbolträchtig richtet sich davon eine zur neuen Stadt und die andere zur Altstadt.

 

Einen Besuch lohnt auch die Alte Grieser Pfarrkirche mit ihrem prächtigen Flügelaltar von Michael Pacher, ein absolutes Meisterwerk der gotischen, Tiroler Kunst. Das Schnitzkunstwerk stammt aus dem 15. Jahrhundert und stellt die Krönung Marias dar. Um die Kirche herum und nahe der Benediktinerabtei schweift der Blick über die Weinberge, die sich bis an den Stadtrand drängen. Wolfgang Goethe hat diese Gegend poetisch das Tor zu den Dolomiten getauft.

INFORMATIONEN:

Rastplätze

Ein mit Reisemobil-Service ausgestatteter Rastplatz befindet sich in Via Maso della Pieve, 4 km vom Zentrum entfernt (Bus 2, 10A, 10B).

Reisemobil-Service in Via Buozzi, ca. 4 km vom Zentrum entfernt (Bus 10A e 10B). Camping Moosbauer (Via San Maurizio Moritzingerweg 83, Tel. 0471 918492, www.moosbauer.com; annuale).

 

Besichtigungen

Domschatz (Piazza della Parrocchia 27, Tel. 0471 978676, www.musei-altoadige.it)

Südtiroler Archäologiemuseum (Via Museo 43, Tel. 0471 320100, www.iceman.it).

Stadtmuseum (Via Cassa di Risparmio 14, Tel. 0471 997960)

Museion (Piazza Pietro Siena 1, Tel. 0471 223413, www.museion.it)

Schloss Maretsch (Via Claudia de’ Medici 12, Tel. 0471 976615, www.mareccio.info).

Schloss Runkelstein (Via Sant’Antonio 15, Tel. 0471 329808, www.roncolo.info). Beide können nur nach voriger Reservierung und von Gruppen besichtigt werden.

Franziskanerkirche (Via Francescani 1, Tel. 0471 977293) Besichtigungen von Montag bis Samstag von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr und von 14.30 Uhr bis 18:00 Uhr, Sonntag von 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr.

 

Nützliche Adressen

Azienda di Soggiorno e Turismo di Bolzano (Verkehrsamt der Stadt Bozen), Piazza Walther 8, Tel. 0471 307000, www.bolzano-bozen.it.

Consorzio Turistico Bolzano Vigneti e Dolomiti (Tourismusverband Südtirols Süden), Via Pillhof 1, Frangarto, Tel. 0471 633488, www.bolzanodintorni.info.

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