IM WOHNMOBIL IN RICHTUNG VALENCIA, ALICANTE UND CARTAGENA.

AUF NACH SPANIEN. IM WOHNMOBIL IN RICHTUNG VALENCIA, ALICANTE UND CARTAGENA

Auf Entdeckungsreise zur Valencianischen Gemeinschaft und der Region Murcia.


Eine mehr als 600 km lange Küste, ein ganzjährig mildes Klima und Städte, die kleine, verborgene Kostbarkeiten sind: Das alles bietet die Valencianische Gemeinschaft. Das ideale Reiseziel für Wohnmobilreisende, die einen unvergesslichen Urlaub verbringen und gleichzeitig Kultur und Meer genießen möchten.
Daran angrenzend liegt die Region Murcia, die touristisch noch eher unbekannt, aber deswegen nicht weniger faszinierend ist. Kommen Sie mit auf eine Reise in dieses Gebiet, das viel Interessantes zu bieten hat.


Die Mittelmeerlandschaft, wunderschöne Städte an der Küste und friedliche Dörfer im Landesinneren machen die Attraktivität der Valencianischen Gemeinschaft aus.
Mit dem Reisemobil kann man diesen schönen Landstrich und seine tausendjährigen Städte, die auch viele Beispiele zeitgenössischer Architektur zeigen, bequem besichtigen. An der Grenze zur Gemeinschaft liegt die Region Murcia, eine weitere Kostbarkeit Spaniens, die bis jetzt vom Massentourismus verschont wurde und gerade deswegen besonders interessant ist.

ANKUNFT IN SAGUNT


Die Rundfahrt beginnt in der antiken Stadt Sagunt, deren Namen schon die Ereignisse des ersten punischen Krieges und der Belagerung durch Hannibal ins Gedächtnis ruft. Sagunt ist reich an archäologischen Funden und großen Bauwerken von historisch-künstlerischem Wert, wie z. B. dem römischen Theater, das in eine Auswölbung des Berges gebaut wurde und dadurch eine hervorragende Akustik erhält. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Burg von Sagunt – Castillo – , die aus der Zeit der arabischen Herrschaft stammt und über der Stadt thront. Von hier genießt man einen herrlichen Panoramablick. Das historische Zentrum von Sagunt weist viele sehenswerte Gebäude und Monumente auf, wie den Säulengang der Plaza Mayor, die gotische Kirche Santa Maria, das jüdische Viertel und die Adelspaläste in der Calle Mayor.
Weiter geht die Fahrt mit dem Reisemobil in Richtung Valencia.

IM REISEMOBIL NACH VALENCIA


Diese Stadt, die drittgrößte nach Madrid und Barcelona, wird für Touristen immer mehr zum Magnet: Nicht ohne Grund, denn hier vereinen sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Außerdem sind die Preise sehr attraktiv im Vergleich zu anderen bekannten Städten der spanischen Movida und das Klima ist das ganze Jahr über angenehm, weshalb man sie zu jeder Jahreszeit besichtigen kann.

Eine der am meisten besuchten Bereiche der Stadt ist sicherlich die futuristisch anmutende Stadt der Künste und der Wissenschaften, ein Meisterwerk der modernen Architektur des valencianischen Architekten Calatrava, eine Hommage an seine Geburtsstadt. Hier kann man einen ganzen Tag verbringen und u. a. das Naturwissenschaftliche Museum Principe Felipe besuchen, das mit seiner einzigartigen Form an das Skelett eines Wals erinnert. Es handelt sich um ein interaktives Museum der Naturwissenschaften mit einer Fläche von 40.000 m2 auf 3 Stockwerken und wird vor allem Kinder und Jugendliche begeistern.

Ebenso spektakulär ist das Oceanografic, das größte Aquariums Europas, das schon aufgrund seiner Aufteilung in natürliche Ökosysteme einen Besuch wert ist. Das Dach in Form einer Seerose ist ein Projekt des Architekten Felix Candela. Hier gibt es 45.000 Exemplare von 500 unterschiedlichen marinen Tierarten, aufgeteilt in 9 Bereiche, die die wichtigsten Ökosysteme des Planeten darstellen.

Der Weg ins historische Zentrum verläuft auf dem ehemaligen Flussbett des Turia, das zu einem riesigen Park umgewandelt wurde und heute die Stadt in zwei Teile teilt. So gelangt man in die Altstadt, die mit ihrer Schönheit verzaubert: Ein Labyrinth aus charakteristischen Straßen führt bis zur Plaza de la Virgen, einem Treffpunkt der Stadt, der von den drei bekanntesten historischen Gebäuden von Valencia eingerahmt ist: die Kathedrale Santo Calice, die Basilika los Desamparados und der Palast der Generalitat. Wenn man den Miguelete-Turm, den Kirchturm der Kathedrale, erklimmt, genießt man einen atemberaubenden Blick über die Stadt. Anschließend sollte man den Zentralen Markt besuchen, wo man verschiedene Spezialitäten wie die berühmte Paella von Valencia kosten und zwischen den Ständen dieses typischen Marktes bummeln kann. Weiter führt der Spaziergang durch die Straßen bis zum Barrio del Carmen, dem künstlerischen und lebendigem Herzen der Stadt, wo Design-Studios, antike Gebäude und moderne Wandmalereien harmonisch nebeneinander existieren. Hier gibt es auch zwei sehr interessante Kunstmuseen zu besichtigen: das IVAM (Museum der zeitgenössischen Kunst von Valencia) und das Zentrum des Carmen, ein ehemaliges Kloster mit wunderschönen Kreuzgängen.

NÜTZLICHE INFORMATIONEN

STELLPLÄTZE:
Valencia : Valencia Camper Park, 12 km von der Stadt entfernt, in der Nähe der U-Bahn: www.valenciacamperpark.com

WEITER MIT DEM WOHNMOBIL IN RICHTUNG ALICANTE


Alicante ist vor allem im Sommer als Reiseziel beliebt, doch bietet es während aller Jahreszeiten viele Überraschungen. „Von der Sonne geküsst“ - das bedeutet der Namen der in drei Zonen aufgeteilten Stadt: Hafen, Altstadt und moderner Stadtteil. Ausgehend vom Hafen laden die Strandpromenaden Paseo dela Explanada und la Rambla zu einem Spaziergang ein. Anschließend geht es hinauf zur Festung Santa Barbara, einer Burg arabischen Ursprungs, in der man zahlreiche Räume und das Stadtmuseum von Alicante besichtigen kann. Von hier genießt man einen bezaubernden Ausblick auf das klare Blau des Meeres. Es geht nun zurück in die tiefer gelegene Altstadt! Das Ziel ist das faszinierende Viertel Barrio de Santa Cruz, das sich seine ursprüngliche Form erhalten hat und an ein kleines andalusisches Dorf erinnert: weiß getünchte Häuser, die berühmten Azulejos - mit Bildern verzierte Keramikfliesen –, bunte Blumentöpfe und Wandmalereien. Eine unbeschreibliche Atmosphäre voller Leben. Eine weitere Etappe ist das Museum für zeitgenössische Kunst (MACA), in dem man bei freiem Eintritt Sammlungen lokaler Künstler und die gotische Kirche Santa Maria besichtigen kann.

Von hier geht die Reise mit dem Reisemobil weiter ins Landesinnere nach Murcia.

NÜTZLICHE INFORMATIONEN

STELLPLÄTZE:
Alicante : Camper Park Alicante, Ortschaft El Campello in Carrer Llaurados, www.ji-tare.wix.com/camperelcampello

MURCIA ENTDECKEN


Die Hauptstadt der gleichnamigen Region besitzt noch heute zahlreiche Spuren ihrer Vergangenheit, darunter ist besonders die Almunia Real hervorzuheben, die antike Residenz der arabischen Herrscher.

Im Herzen des alten Viertels – heute eine Fußgängerzone –, das sich nördlich des Flusses Segura erstreckt, befindet sich die Kathedrale mit bemerkenswerten Dekorationen im plateresker Stil an der Capilla de los Vélez (Kapelle der Familie Vélez) und dem Museum. Hier sind Gemälde aus der gotischen Epoche, Holzskulpturen und silberne Kultgegenstände ausgestellt. Die Kathedrale von Murcia ist eine ehemalige arabische Moschee und noch immer sind einige Zeichen der muslimischen Vergangenheit sichtbar. Der Bischofspalast rechts davon stammt auch aus der arabischen Epoche und ist von Legenden umrankt, die von unterirdischen Gängen berichten, die diese beiden Gebäude miteinander verbinden. Die Kathedrale von Murcia weist viele verschiedene Stilrichtungen auf, die besonders am Glockenturm sichtbar sind. Es handelt sich um ein Gebäude aus dem 19. Jahrhundert im maurischen Stil. In Richtung Osten trifft man auf die wichtigste Einkaufsstraße, die Gran Via Escultor Salzillo. Das Museum Salzillo beherbergt Prozessionsfiguren aus Holz für die Karwoche, die von den Gläubigen in beeindruckenden Prozessionen durch die Straßen getragen werden.
Diese Osterprozessionen in Murcia sind weithin bekannt. Nach den Feierlichkeiten der Karwoche findet während einer Woche das Frühlingsfest mit Konzerten und Umzügen in den Parks der Stadt, den „Barracas“, statt. Hier werden Gerichte der lokalen Küche zur Verkostung angeboten. Unter den Festen ist der Bando de la Huerta am Osterdienstag hervorzuheben, ebenso wie im Rahmen des Frühlingsfestes das „Begräbnis der Sardine“, das als wertvoll für den internationalen Tourismus eingestuften wurde. Erwähnenswert ist außerdem das Nationalmuseum für Unterwasserarchäologie mit bedeutenden Fundstücken aus der Zeit der Karthager, der Phönizier und der Römer.

Von hier geht es mit dem Reisemobil nochmals in Richtung Meer, um Cartagena zu entdecken.

CARTAGENA ENTDECKEN


Der an der Mittelmeerküste Costa Calida gelegene Hafen von Cartagena war schon zu Zeiten der Karthager geschätzt. Es überrascht nicht, dass es das wichtigste Zentrum der Karthager in Spanien war und Hannibal von hier zum zweiten Punischen Krieg aufbrach. Aufgrund der strategischen Lage an der Küste von Murcia waren hier verschiedene Kulturen heimisch, die Spuren ihres historischen und künstlerischen Erbes hinterlassen haben. Eine Besichtigung der Stadt und ihrer Museen erlaubt, tiefer in die Geschichte der eng mit dem Meer verbundenen Stadt einzutauchen.
Schon die Karthager und Römer zeigten Interesse an diesem Seehafen, der seinen jetzigen Namen von der alten lateinischen Bezeichnung Cartago Nova erhielt. Cartagena stand auch unter arabischer Herrschaft, bis es von Ferdinand III. dem Heiligen zurückerobert und an das Reich von Kastilien angegliedert wurde.

Das reiche Erbe von Cartagena erstreckt sich vor allem entlang der Ufer seines Yachthafens. Die Stadtmauer Muralla del Mar, deren Bau auf Karl III. im 18. Jahrhundert zurückgeht, umschließt die Altstadt. An ihrem Eingang dominiert das Rathaus, ein Juwel der Architektur des Modernismus vom Beginn des 20. Jahrhunderts.
Auf dem Weg zum Torres-Park, der hinter der Stadtmauer liegt, befindet sich die Alte Kathedrale. Sie stammt aus dem 13. Jh. und ist die älteste Kirche von Cartagena. Ihre Reste ruhen auf den Zuschauerrängen eines 1987 entdeckten Römischen Theaters. Es wurde im 1. Jh. vor Chr. erbaut und zählt neben dem Theater von Mérida zu einem der bedeutendsten in ganz Spanien. Die dort ans Licht gebrachten Fundstücke können heute im Museum des Römischen Theaters bewundert werden.

Ein Element, das eindeutig mit dem Meer zusammenhängt, befindet sich direkt am Mittelmeer: Es handelt sich um den Prototyp des U-Boots, das der aus Cartagena stammenden Erfinder Isaac Peral entworfen hat. Im Nationalmuseum für Unterwasserarchäologie ARQUA (am Paseo Alfonso XII, 22) befindet sich das Nationale Forschungszentrum für Unterwasserarchäologie. Die dort gezeigten Funde erlauben, mehr über den Schiffbau, den Handel und die Schifffahrt in der Antike zu erfahren.

Das archäologische Gelände El Molinete, der Säulengang an der Morería Baja und die Byzantinische Stadtmauer zeugen vom Glanz der Stadt in der Römerzeit, die, obwohl es der Namen nicht vermuten lässt, auf die Römer zurückgeht. Besonders hervorzuheben sind das Augusteum und der Decumanus. Ersteres beherbergt die Überreste des antiken Forums, eines bedeutenden Baus des öffentlichen Lebens, wie die prachtvollen Marmorböden beweisen. Das andere Gebäude schließt an das Viertel des römischen Forums an und ist ein Besucherzentrum, in dem die verschiedenen Säle der römischen Thermen der Stadt besichtigt werden können. Das römische Wohnhaus Casa de la Fortuna aus dem 1. Jh. vor Chr. war im Besitz einer wohlhabenden Familie und gibt einen Einblick in das alltägliche Leben im römischen Reich.

Im Torres-Park erhebt sich die Burg La Concepción. Diese auf einem Hügel erbaute Festung diente schon den Karthagern, Römern, Westgoten, Arabern und Kastiliern als Bollwerk und ist heute Sitz des Interpretationszentrums der Geschichte und des Mittelalterlichen Cartagena. Militärische Bauten waren schon immer ein charakteristisches Element der Stadt. Ein Beispiel ist das Fort Navidad aus dem 19. Jh., in dem sich heute das Interpretationszentrum der militärischen Verteidigungsarchitektur von Cartagena und des Mittelmeerraums befindet. Auf keinen Fall versäumen sollte man das Refugium – das Museum des Bürgerkriegs: eine Reihe von unterirdischen Gängen, die man während des Krieges als Luftschutzkeller nutzte.

Um die Architektur des Modernismus von Cartagena kennenzulernen, sollte man durch die Calle Mayor, die am Rathausplatz – Plaza del Ayuntamiento – beginnt, und die umliegenden Straßen spazieren. Dort kommt man an den Häusern Casa Cervantes und Casa Llagostera vorbei, die der aus Cartagena stammenden Architekt Victor Beltrí geplant hat. Ihre besonderen Merkmale sind Balkone, schmiedeeiserne Gitter und Bronzereliefs mit allegorischen Darstellungen. Weitere typische Gebäude dieses Kunststils sind das Kasino, das Gran Hotel, der Bahnhof, Casa Maestre und Casa Dorda. Diese eleganten Bauten des Bürgertums erzählen von der wirtschaftlichen Blüte dieser Region, die Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts durch Bergbau und Industrie einen Aufschwung erlebte. Das Palais Aguirre im Stil des Modernismus (mit dem Regionalmuseum für Moderne Kunst MURAM als Anbau, ebenfalls im Stil des Modernismus) und das klassizistische Palais Pedreño zeigen ihre aristokratischere Ausstrahlung.

Die Punische Stadtmauer hingegen befinden sich auf dem Monte Aletes, einem der fünf Hügel rund um Cartagena. Auch das Fischerviertel Santa Lucía ist einen Besuch wert.

Die Stadt veranstaltet jedes Jahr wichtige kulturelle Ereignisse, wie z. B. das Weltmusik-Festival „La Mar de Músicas“. Ebenfalls erwähnenswert sind die historischen Feste der Karthager und der Römer, die in der zweiten Septemberhälfte an die Gründung der Stadt durch die Punier und die römische Eroberung erinnern.

Gastronomie

Ein eigenes Kapitel verdient die Gastronomie dieser Gegend. Die vielfältige Landschaft der Region Murcia bereichert eine Küche, in der Gemüse mit Fisch und Produkten aus dem Landesinneren kombiniert wird. In Cartagena stehen ganz zweifellos in Salzlake eingelegte Produkte, Fischgerichte und der „Caldero“ (Reistopf mit Fisch) und die Paella an erster Stelle. Das aus den Salinen des Mittelmeeres gewonnene Salz wird zur Zubereitung von Salzlake und Pökel, v. a. für Thunfisch, Makrele und Fregattmakrele und Fisch im Salzmantel, z. B. die Goldbrasse, verwendet. Suppen aus Meeräsche, Seeteufel, Zackenbarsch usw. werden mit dem in der Fischsuppe gekochten Reis serviert, der als Beilage mit Aioli, einer Creme aus Knoblauch und Öl, gegessen wird. Das Feigenbrot ist eine Spezialität der Region ebenso wie der „Asiatico“, ein typischer Kaffee aus Cartagena mit Kondensmilch, Brandy und Zimt.

Die unterschiedlichen Küchen der Region Murcia kostet man am besten im nordwestlichen Teil in der Sierra de Moratalla, in Caravaca de la Cruz und in Calasparra, Spaniens einzigem Anbaugebiet für Reis, der durch die Ursprungsbezeichnung geschützt ist. Aus diesem Grund ist Reis eine der wichtigsten Zutaten für regionale Rezepte, wie Reis mit Schnecken oder Reiseintopf mit Sellerie und Pute. Über die Flussebene des Segura hat man u. a. Zugang zu den Orten Cieza, Archena (mit seinen Thermen) und Molina del Segura (mit einem bedeutenden Golfplatz). In diesem Gebiet zählen unter anderem grüner Spargel, Mangoldtopf und Kaninchen mit Kastanien zu den besonderen Spezialitäten, die man kosten sollte.

NÜTZLICHE INFORMATIONEN

STELLPLÄTZE:
Cartagena : Camperpark Cartagene, nur 4 km vom historischen Zentrum, www.areaautocaravanas.com

TOURISTISCHE INFORMATIONEN:
www.spain.info
www.visitvalencia.com
www.alicante.com
www.murciaturistica.es

 
 
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