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Steigen Sie ein und fahren Sie mit!
Mit dem Reisemobil durch Europa - Wales

Märchenhafte Romantik erleben.

Von Cardiff bis zum Snowdonia National Park. (Über Carmarthen, Tenby, St Davids, Newport, Nevern, Aberystwyth).

Über Steilküsten, die an grüne Wiesen grenzen, über verwunschene mittelalterliche Märchenschlösser und Wohnhäuser in lebhaften Farben wölbt sich ein Himmel, an dem die Wolken unermüdlich in Bewegung sind.
Die Erkundung dieser keltischen Nation mit ihrem starken und zurückhaltenden Charakter schenkt anspruchsvollen Reisenden einen Urlaub voller tiefer Emotionen und Landschaftserlebnissen.
Trotz seiner abwechslungsreichen landschaftlichen Reize blieb Wales zu Unrecht lange Zeit im Abseits des britischen und europäischen Tourismus. Erst heute scheint das Land aus seinem Dornröschenschlaf zu erwachen, um zur Entdeckung seiner Romantik einzuladen.

Cardiff

Die jüngste Hauptstadt Europas

Ein würdigen Auftakt zur Wiederentdeckung des weitläufigen walisischen Territoriums bietet Cardiff, Europas jüngste Hauptstadt (ein Titel, den Königin Elisabeth der Stadt 1955 verlieh). Überall in der Welt bildet den Kern einer Siedlung eine Kirche oder Kultstätte, ein Schloss oder eine Burg, nicht so in Cardiff: Hier fällt das Stadtzentrum mit dem Millennium Stadium zusammen. Denn dies ist das Herz der Welt für die Rugby-begeisterten Waliser. Wie jede Kultstätte, die etwas auf sich hält, kann man das grandiose Sportstadion natürlich besichtigen. Und wer ein besonderes Erinnerungsfoto möchte, kann sich auf den Ehrentribünen mit einer Kopie des Rugby World Cups verewigen lassen.
Nicht weit weg von hier erhebt sich das antike Schloss, dessen quadratischer Grundriss auf römischen Ursprung schließen lässt. Nachdem es in den folgenden Jahrhunderten wiederholt umgebaut wurde, erhielt das eindrucksvolle und ausgesprochen sehenswerte Gebäude ab 1867 nach einem Entwurf von William Burges seine endgültige, neugotische Gestalt.
Auf dem ehemaligen Schlossgelände entstand Mitte des 19. Jahrhunderts der Bute Park. Hier dominiert eine normannische Burg aus dem 12. Jahrhundert. Auf einer sehr steilen Treppe kann man auf den Turm hinauf steigen, wo man eine herrliche Aussicht auf die Stadt und den Park genießt. Das eigentliche Schloss ist ein Gesamtkunstwerk von William Burges, der auch die Inneneinrichtung gestaltete, ohne Kosten zu scheuen. Jeder Raum hat ein spezifisches Leitmotiv mit Themen, die von der Antike über den Orient bis zur Lokalgeschichte reichen.
Verlässt man das Schloss und läuft an dessen Mauern weiter, so erreicht man das Rathaus, City Hall genannt, ein Anfang des 20. Jahrhunderts entstandenes Gebäude im Neorenaissance-Stil. Gegenüber befindet sich das interessante National Museum. Neben Zeugnissen aus den Wechselfällen der walisischen Geschichte wird hier eine großartige Sammlung französischer Malerei des 19. Jahrhunderts ausgestellt, mit Werken von Monet bis Renoir, von Cézanne bis Van Gogh. Weitere Säle sind der Archäologie, Botanik und Zoologie gewidmet.
Doch das pulsierende Herz der Stadt ist das Viertel Cardiff Bay: Neben Wales' Parlament befinden sich hier die besten Hotels der Region. An der Uferpromenade hat man die Auswahl unter zahlreichen Restaurants und Kneipen. Auch das interaktive Museum Techniquest und das Planetarium stehen hier. Besonders sehenswert ist auch das Visitors’ Centre – eine außergewöhnliche, elliptische Konstruktion, in deren Innenräumen sämtliche Projekte ausgestellt werden, die zum Wiederaufschwung des Viertels beigetragen haben, darunter ein kühnes Bauprojekt, das die Bucht mittels Barriere von den Gezeiten trennt und stets für die Füllung mit frischem Wasser sorgt.

Tipps

In Cardiff empfehlen wir den Cardiff Caravan Park (Pontcanna Fields, Zugang von der Cathedral Road, nur wenige Schritte vom Schloss entfernt): Er liegt eingebettet in einem herrlichen öffentlichen Park. Die Struktur bietet grüne und ebene Stellplätze mit Wasserhahnanschluss und Stromversorgungssäule.

Auf in den Nordwesten

Nach Cardiff geht die Reise in nordwestlicher Richtung weiter. Wir kommen an der Hafenstadt Swansea vorbei (ein wichtiges Reiseziel für Rugby-Fans aber auch für alle, die hier die Heimat des Dichters Dylan Thomas besichtigen möchten). Wir fahren weiter in Richtung Carmarthen bis zur Weggabelung, wo es nach Nantgaredig und Gard Fotaneg Genedlaethol Cymru abgeht: ein immenser botanischer Garten mit Europas größtem Treibhaus, das hier nach einem Entwurf von Norman Foster entstand.
Von Carmarthen aus fahren wir nach Tenby: ein entzückender Badeort mit breitem Sandstrand, der auf ganz charakteristische Weise von der Felsenküste umrahmt wird. Entlang der Küste kann man das tausendjährige Manorbier Castle bewundern. Ebenso interessant ist Carew Castel, ein Schloss, das heute noch so intakt ist wie bei seiner Fertigstellung im Jahre 1270. Eine weitere Etappe der Fahrt mit Schlossbesichtigung ist Pembroke. Anschließend fährt man weiter nach Stackpol, um einen Spaziergang entlang der herrlichen Steilküste zu machen und die natürliche Felsbrücke Green Bridge of Wales zu bewundern.
Fährt man in Richtung Norden weiter, so stößt man auf das westlichste Dorf von Wales, St Davids: Sehenswert sind hier der Bishop’s Palace und die Kathedrale, die in eine Mulde gebaut wurde, um sie vor den Piraten zu verstecken.
St Davids ist ein malerisches Städtchen mit einer Küste, die zu den schönsten von ganz Europa gehört. Es liegt im Inneren des Waliser Nationalparks und ist jährlich das Ziel von Künstlern, Reisenden und Pilgern aus aller Herren Länder.
Mit einem Rekordalter kann die Kathedrale von St Davids aufwarten: Sie existiert schon seit dem 6. Jahrhundert nach Chr. Besonders nachdem Papst Kalixt verkündet hatte, dass ein Besuch in der Kathedrale einer Visite in Rom gleichkäme, strömten Hunderttausende Pilger an diesen wundervollen Ort. Gründer dieser Kathedrale war der namensgebende Heilige David, und der älteste Teil der Kathedrale, der auf das 12. Jahrhundert zurückgeht, ist eindeutig normannischer Abstammung. Im Inneren der Kirche befinden sich der Schrein des Heiligen und eine antike Bibliothek, die zahlreiche wertvolle, antike Bände aufbewahrt.
Die Ruinen des Bishop's Palace stammen aus der Zeit zwischen 1280 und 1350. Der wichtigste Fund ist ein Steinblock, der ein Dekor mit fein gearbeiteten Details zeigt. Obwohl der Palast im Laufe der Jahrhunderte einen guten Teil seiner Bausubstanz einbüßte, bleibt er ein glänzendes Beispiel mittelalterlicher Kunst und Architektur.
Natürlich ist auch der wunderschöne Strand eine wichtige Attraktion: Aufgrund seines feinen weißen Sands heißt er Whitesands Bay: Vergessen Sie nicht, ein Fernglas einzupacken, um Wale und Delfine und zahlreiche andere wild lebende Tiere zu beobachten.

Tipps

Bitte bedenken Sie, dass der Verkehr auf walisischen Land- und Nebenstraßen für den Fahrer eines Campers zur Belastungsprobe werden kann. In vielen Fällen sind die Nebenstraßen eng und eigentlich nur einspurig zu befahren. In solchen Fällen sind oft – aber nicht immer – Ausweichstellen, so genannte „passing places“ für den Gegenverkehr vorgesehen.

Gen Norden

Das nächste Ziel ist Newport, wo wir einen ganz besonderen Ort entdecken wollen: Preseli Hills. Es handelt sich um teilweise aus Sandstein bestehende Hügel, die vor fünftausend Jahren Megalithen für die Errichtung von Stonehenge lieferten.
Einsam erhebt sich hier ein Dolmen.
Fährt man weiter nach Nevern, kann man einen weiteren mystischen Ort besichtigen: Auf dem Friedhof des Dorfes ist ein fein gearbeitetes keltisches Kreuz aus dem 10. Jahrhundert erhalten. Nur zwei Meilen von Neverns Ortskern entfernt, befindet sich Pentre Ifan, wahrscheinlich die berühmteste Megalithanlage in Wales: ein 16 Tonnen schwerer Dolmen, der um 3.500 vor Chr. entstand.
Zur Fortsetzung der Reise fährt man auf der Küstenstraße in Richtung Aberystwyth, einer kleinen Universitätsstadt mit baulichen Zeugnissen aus dem viktorianischen Zeitalter. Neben der antiken Kirche und den farbigen Häuserfronten an der Strandpromenade ist besonders das Universitätsgebäude sehenswert. Auch die antike, ursprünglich für den Gütertransport vorgesehene Dampfeisenbahn sollte man sich nicht entgehen lassen: Sie fährt bis zur Devil’s Bridge und den Reidhol-Wasserfällen.
Von hier geht es weiter zum Snowdonia National Park, dem letzten Ziel unserer Reise. Es handelt sich um Englands zweitgrößtes und Wales' größtes Naturschutzgebiet. Den Gipfel, nach dem es benannt ist, kann man mit einer Zahnradbahn oder (mit solider Trekking-Erfahrung) auch zu Fuß erreichen. Atemberaubende Panoramen und wundervoll wilde Landschaften laden zum Wandern und Bergsteigen ein und die Ufer der Seen sind beliebte Picknick-Ziele. Jedes Jahr zieht der Park Millionen Besuchern an und ist eines der beliebtesten Naturschutzgebiete von Wales und ganz England. Nicht umsonst fungierte der Park im Jahre 1953 vor der Erstbesteigung des Mont Everest als Trainingsgelände.