SCANNO
 
 

Das Herz Abruzzen mit dem Reisemobil besuchen: Scanno.

  

Eines der schönsten Dörfer Italiens, etwas über 1000 Meter hoch gelegen: Scanno, in der Provinz L'Aquila. Wir fahren mit dem Reisemobil in Richtung des Nationalparks „Parco Nazionale d’Abruzzo“, um diese kleine italienische Perle zu entdecken.

Scanno

   

Buchstäblich in das Alta Valle del Sagittario gebettet, wo die Natur einen Canyon mit engen und tiefen Wänden in einer grünen und üppigen Landschaft geschaffen hat, liegt Scanno, ein überraschender Ort. Es genügt, sich die Straßen der Altstadt zu begeben und die die reich verzierten Steinportale zu bewundern, um zu verstehen, warum das Dorf im letzten Jahrhundert so oft fotografiert wurde. Das verzwickte Gewirr von Gassen und Menschen, vor allem von schwarz gekleideten Frauen, wurde von den größten Fotografen aller Zeiten, von Henri Cartier Bresson bis Ferdinando Scianna und Mario Giacomelli, verewigt.

Hier scheint die Zeit stehen geblieben und die Schönheiten noch intakt zu sein: der Hof des Palazzo Tanturri de Horatio aus dem 17. Jahrhundert und das Fresko mit der thronenden Madonna in der Kirche Santa Maria di Costantinopoli. Heute ist nur noch eines der vier Tore von der alten Stadtmauer erhalten: die Porta della Croce, die aus dem 15. Jahrhundert stammt. Die Gesamtarchitektur ist von seltener Harmonie, mit ihrer besonderen städtebaulichen Beschaffenheit, wobei sich die Häuser gegeneinander lehnen, die engen Gassen und Treppenaufgänge, die in eleganten Treppen und der antiken Zugangstür zusammenlaufen. Es gibt zahlreiche Adelspaläste und bürgerliche Residenzen wie den Palazzo Mosca mit seinem schönen Barockportal und einem mit Cherubim verzierten Gesims, das an seine Ursprünge aus dem 16. Jahrhundert erinnert, den Palazzo Di Rienzo und den Palazzo de Angelis.
Im Labyrinth der Gassen gibt es immer etwas, das die Aufmerksamkeit erregt: ein barocker Brunnen, eine Maske, eine Rosette, ein Wappen oder eine Inschrift. Auch die Kunst der Stickerei und Spitzenherstellung blüht im Dorf; die Spitzenläden sind eine echte Touristenattraktion.

Scanno, das antike Gebiet der Samniter, war bereits bei den Römern bekannt, insbesondere die Wohlhabenderen wurden von der Schönheit der Landschaften angezogen, wie ein Gedenkstein mit lateinischer Inschrift im lokalen Wollmuseum beweist. Seine von den umliegenden Bergen geschützte Lage, hat den Ort fast immer vor den barbarischen Invasionen bewahrt. Während der sarazenischen und osmanischen Invasionen wurde er jedoch nicht verschont. In dieser Zeit jedoch, nahm Scanno die orientalischen Einflüsse in sich auf, die noch immer in den Eigenschaften der traditionellen weiblichen Kleidung des Landes zu finden sind: Die Kopfbedeckung ähnelt einem Turban, die Vorhänge der Kleidung sind orientalisch gefärbt.

Die traditionelle Tracht der Frauen von Scanno, die heute nur noch zu besonderen Anlässen getragen wird, ist auch wegen ihrer Verzierungen interessant: Typischer Scanno-Schmuck wie „presentosa“ und „amorino“, die auf einer besonderen Kunstform und einer Verarbeitung von Gold- und Silberfiligran basieren.

 

  

Von Scanno durch das Val Fondillo zur Grotta delle Fate

   

Während der Blick durch die Wälder der das Dorf umgebenden Landschaft schweift, verlassen wir Scanno und fahren in Richtung Val Fondillo, in der Nähe von Opi. Wir verlassen das Reisemobil und gehen den Weg F2 entlang, der in weniger als zwei Stunden zur Grotta delle Fate führt: zweifellos einer der schönsten Ausflüge.
Hier entspringt eine der Quellen, die den Wildbach Fondillo speisen: Der Wildbach, der sein klares Wasser in den Sangro ergießt, verfügt über von einer üppigen Vegetation bedeckten Ufer, aus der die Weiden und schönen Buchenwälder hervorstechen, die heute von der UNESCO als alte Wälder anerkannt sind. Die Vegetation ist zudem reich an sehr seltenen Blumen, wie dem Frauenschuh und dem Widerbart, die Fauna des Tales zeichnet sich durch das Vorkommen des Abruzzen-Braunbärs aus.

Der Weg zu den Höhlen ist einfach und sehr angenehm und mit etwas Glück kann man magische Begegnungen mit Rehen und Hirschen machen, die hier zu Hause sind. Die Abfahrt erfolgt auf dem Parkplatz vor einem Touristeninformationspunkt, der durch einen Umweg über die Straße von Opi nach Villetta Barrea zu erreichen ist. Nach einem ersten Feldweg, der entlang des Baches in den Wald führt, führt der Weg zu einer Kreuzung an der man links weiterfährt und den Hinweisschildern zur Höhle folgt.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass sich hier in der Wildnis Pferde bewegen und uns daran erinnern, dass Natur und Mensch friedlich zusammenleben können.
An einem bestimmten Punkt teilt sich der Weg: Abweichend vom Hauptweg und nach links absteigend - auf der Höhe eines Schildes, das den gesamten Weg anzeigt - erreicht man die Quelle und eine natürliche Höhle, die durch die Erosion des Wassers entstanden ist. Die Grotta delle Fate ist ein Ort von großartiger Schönheit und Kühle, der eine lange Pause der Besinnung verdient.

    

In Richtung Villetta Barrea

   

An der Straße, die nach Villetta Barrea führt, in einer Landschaft von besonderem naturalistischem Wert, finden der Wolf, der Luchs, das Eichhörnchen und Vögel wie der Rotmilan und der Wanderfalke Zuflucht. Hier befindet sich das Besucherzentrum „Centro Visita Daini“, das mit dem Ziel gegründet wurde, die Damhirsche im „Parco d’Abruzzo“ wieder anzusiedeln: ein Ziel, das die Kinder erfreuen wird, die hier lernen, sich mit diesen schönen Tieren vertraut zu machen.

NÜTZLICHE INFORMATIONEN FÜR REISEMOBIL-KUNDEN:

Touristen in Reisemobilen können auf den eingerichteten Areal von Civitella Alfedena (auf dem Parkplatz am See in Ponte Nuovo) und auf den Campingplatz Le Foci di Opi (www.lefoci.it) zählen, der leckere traditionelle abruzzische Gerichte in einer rustikalen und einladenden Umgebung anbietet. In Pescasseroli gibt es den Campingplatz Sant'Andrea (www.santandrea.com) und den Campingplatz La Panoramica www.campinglapanoramica.it.

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