29 Sep 2018

JEDE FAHRT HAT EIN ZIEL.

DAS LEBEN AN BORD

Sehr häufig aber machen wir uns im Reisemobil ohne Ziel auf den Weg. Und obgleich ein abenteuerliches Sich-treiben-Lassen auch Spaß machen kann, erweist sich eine solche Haltung oftmals als kontraproduktiv oder hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack, weil unsere Erwartungen an Abwechslung und Entspannung nicht erfüllt werden.

Immer wenn wir eine Reise planen, ist es daher vorzuziehen, ganz klare Vorstellungen von dem zu haben, was wir erwarten und sich der Tatsache bewusst zu sein, dass es auch zu Widrigkeiten und Enttäuschungen kommen kann: hohes Verkehrsaufkommen, Staus, überlaufene Orte, geschmacklose Souvenirläden, aufdringliche Verkäufer sowie zu anderen Dingen, die unseren Reisegenuss trüben können. Nicht zuletzt kann es auch sein, dass wir feststellen, dass unsere Mitmenschen sich rücksichtslos verhalten. Jede Reise sollte einen klar umrissenen Grund haben, nach dem sich die gesamte Organisation der Fahrt richtet. Wenn zu befürchten steht, dass irgendetwas besonders Unangenehmes passiert, sollten wir lieber unser Reiseziel ändern.

Denn: Reisen ist eine Kunst, und insbesondere, wenn wir unsere Ferien selbst planen und mit unserem Camper auf Fiat-Ducato-Basis verreisen, sollten wir unser Ziel sobald wie möglich erreichen. Die Gefahr von Fehlern ist immer latent vorhanden, und wir haben dann nicht einmal den Trost, die Schuld jemand anderem aufzubürden, wie dies all jene können, die Fertigreisen buchen.

Ein Beispiel: viele Camper-Kunden wählen für ihre Reisen berühmte Pilger-Ziele, werden dabei aber aus eher zweitrangigen Gründen enttäuscht. Viele, die beispielsweise Lourdes besucht haben, bezeichnen das Städtchen als überkommerzialisiert. Das stimmt schon, denn Geschäfte, die Devotionalien und andere Souvenirs verkaufen, schießen überall wie Pilze aus dem Boden. Allerdings ist im Inneren des Geländes, auf dem sich die Lourdes-Grotte befindet, der Verkauf von Waren absolut verboten, da die dort herrschende Atmosphäre – für religiöse wie nicht-religiöse Menschen – einzigartig ist. Nach Lourdes reist man nicht zur Stadtbesichtigung. Gläubige Menschen begeben sich dorthin, um zu beten; Skeptiker wollen dort verstehen, weshalb der Ort so viele Menschen anzieht, und der Rest dürfte keinen Einfluss auf den wahren Grund der Reise haben. Wer sich am Souvenirverkauf stört, hat den Sinn des Pilgerns vielleicht missverstanden.

Ähnliche Meinungen hört man auch in Zusammenhang mit großen und kleinen Kunststädten, die vor allem an Fest- und an bestimmten Gedenktagen von Touristen geradezu überschwemmt werden und dadurch manchmal stark an Charme einbüßen. Sich aber über das Zuviel an Touristen aufzuregen, wäre deplatziert, da es bei entsprechendem Interesse des Ortes nur normal ist, dass er von Tausenden von Menschen besucht wird, was sich wiederum positiv für die dortige Wirtschaft auswirkt. So werden Rom, Florenz, Neapel, Pisa und alle italienischen Kunststädte Jahr für Jahr von Tausenden, wenn nicht Millionen von Touristen besucht. Wenn wir ihnen aber deshalb den Besuch verwehren würden, wäre dies äußerst unklug!

Der volle Genuss von Ferien im Reisemobil ist das Ergebnis einer genauen Vorbereitung im Verein mit unserer Fähigkeit zur Anpassung: eine innere Haltung der Toleranz und der Weltoffenheit macht unsere Reiseerfahrungen einfacher und lebendiger. Marcel Proust bemerkte einmal, für Entdeckungsreisen bedürfe es nicht neuer Länder, sondern eines neuen Blickes.

Sind auch Sie bereit zum Einsteigen in Ihren Camper auf Fiat- Ducato-Basis mit einem ganz neuen Blick?

 
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