03 Sep 2015

IMMER EINE PFOTE VORAUS.

Lebensqualitat an bord
IMMER EINE PFOTE VORAUS.

DIE WICHTIGSTEN EMPFEHLUNGEN UND VERHALTENSTIPPS FÜR EINE ENTSPANNTE REISE MIT UNSEREN HAUSTIEREN.

Endlich Ferien! Alle sind bereit für den Urlaub. Wer die Gesellschaft seiner Haustiere nicht missen will, kann sich auch „on the road“ weiter um sie kümmern. Gehört nicht auch das zu den Annehmlichkeiten und Vorzügen des Urlaubs im Wohnmobil? Hier unsere Ratschläge:

Für Hunde
Stellen Sie vor der Abreise sicher, dass das Raumangebot in der Wohnzelle groß genug für den Hund ist (ein 5 Meter langes teilintegriertes Wohnmobil bietet z.B. weniger Platz als ein 8 Meter langes Motorhome) und schaffen Sie dort einen Platz, der nur für den Hund gedacht ist. Vermeiden Sie es aus ersichtlichen Gründen, den Hund in der Nähe der Küche zu platzieren. Ideal wäre ein Platz in der Nähe der Fahrerhauses oder der Nasszelle. Damit sich der Hund „wie zu Hause“ fühlt, geben Sie ihm den Korb, den er auch zu Hause hat oder eine Decke, die er an ihrem Geruch erkennt. Wenn er sich unruhig verhält, legen Sie ihn an die Leine oder verhindern Sie mit einem Netz, dass er Zugang zum Fahrerhaus hat, so wie man es üblicherweise auch in einem Auto macht.
Für einen verkleinerten Raum wie im Inneren eines Wohnmobils ist es natürlich wichtig, den Hund regelmäßig zu waschen und jeden Tag etwas Zeit damit zu verbringen, sein Fell zu pflegen und den Wohnraum zu desinfizieren. Außerdem kann es sich als hilfreich erweisen, ein separates Erste-Hilfe-Set nur für den Hund (mit Binden, Desinfektionsmittel, Pflaster...) mitzuführen.

Für Katzen
Für den Fall, dass Sie eine Katze mitnehmen, sind ähnliche Vorkehrungen zu berücksichtigen: Suchen Sie einen Platz im Wohnmobil aus, wo die Katzentransportbox stehen soll. Je größer die Box desto besser. Wenn Ihr Wohnmobil ausreichend Platz bietet, können Sie auch einen zusammenklappbaren Käfig installieren. Denken Sie daran, während der Fahrt regelmäßige Pausen einzulegen, damit sich Ihr vierbeiniger Freund (unter Aufsicht) auch kurz die Beine vertreten kann und Sie bei Bedarf das Katzenstreu wechseln können (am besten dazu eine Toilette benützen).
Es ist dabei wichtig, dass Sie Katzenstreu verwenden, das biologisch abbaubar und geruchsbindend ist. Geben Sie der Katze nicht zu viel zu fressen oder zu trinken, während das Fahrzeug in Fahrt ist. Wenn Sie das Fahrzeug abgestellt haben (z.B. am Campingplatz), können Sie einen Platz mit Futter- und Wassernapf außerhalb der Transportbox für die Katze einrichten. Denken Sie daran, das Moskitonetz immer geschlossen zu halten, damit die Katze genug Platz zum Herumlaufen hat und nicht fortlaufen kann.

Für alle Haustiere
Berücksichtigen Sie vor dem Losfahren folgende Faktoren:
Wenn Sie in einem EU-Land unterwegs sind, müssen Sie immer ein Dokument zur Identifizierung des Tieres und seines Besitzers mitführen. Es handelt sich um eine Art Reisepass, der von der öffentlichen Gesundheitsbehörde ausgestellt wird und die wichtigsten Informationen über den Gesundheitszustand des Tieres, durchgeführte Eingriffe durch den Tierarzt mit entsprechendem Datum und andere nützliche Hinweise enthält. Weil in einigen Ländern wie Irland oder Großbritannien eine Behandlung gegen Zecken oder Bandwürmer verpflichtend ist, ist es ratsam, sich im Vorfeld über die bürokratischen Anforderungen zu informieren.
Für alle Tiere wird als Vorsichtsmaßnahme zur Einpflanzung eines Mikrochips geraten. Dieser Mikrochip, der winzig wie ein Reiskorn ist und in das Gewebe unter der Haut implantiert wird, erleichtert die Identifikation des Tieres.
Die Identifikation eines Tieres mittels Mikrochip erweist sich auch als vorteilhaft, wenn ein Tier verschwunden ist oder wenn es Streitigkeiten über den Besitz gibt.

Und schließlich, auch wenn es noch so überflüssig klingt, Sie daran zu erinnern: Lassen Sie Ihre kleinen Freunde nie allzu lange alleine im Wohnmobil, schon gar nicht wenn es in der Sonne steht. Weder für Mensch noch für Tier ist es angenehm, stundenlang eingeschlossen zu sein, erst recht nicht bei hohen Temperaturen. In solchen Fällen werden die Tiere nervös und aggressiv, könnten das Fahrzeug beschädigen oder, noch schlimmer, einen schweren Hitzschlag erleiden.

Die hier aufgezählten Maßnahmen sind als grundlegende Überlegungen und Ratschläge zu verstehen. Der Rest hängt von Ihrem gesunden Menschenverstand ab und vor allen Dingen von der Zuneigung und dem Mitgefühl, dass Sie Ihren treuen, vierbeinigen Freunden entgegenbringen.
 
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