24 Jul 2018

DIE KUNST DES RASTENS IM CAMPER.

DAS LEBEN AN BORD

Übernachten im Camper

Wenn wir beschlossen haben, an einer bestimmten Stelle anzuhalten und zu übernachten, sollten wir den Bereich, wo der Aufenthalt stattfinden soll, zunächst begutachten und sicherstellen, dass er ruhig genug ist und nicht ausgerechnet in einem Gebiet liegt, wo sich Menschen nachts treffen und wir kein Auge zutun können. Ist Letzteres jedoch der Fall, haben wir dann noch Zeit, uns nach einem anderen Platz umzusehen. Nicht anzuraten sind zu abgeschiedene und isolierte Rastplätze – so romantisch sie auch sein mögen. Vorsicht ist auch an Orten geboten, wo sich viele Menschen treffen oder andere Störungsquellen zu verzeichnen sind (Parkplätze von Nachtlokalen, Stadien etc.).

Die Rastplätze an Autobahnen verlieren allmählich die Eigenschaften, die ihren Charme früherer Jahre ausmachten: sie sind immer überfüllter und lauter und sollten daher von Fall zu Fall beurteilt werden. Hier ist es wohl besser, ein paar Kilometer weiter zu fahren, bis wir in eine ruhige Landgegend kommen, wo wir sicher den richtigen Ort für einen freien Aufenthalt in unserem Camper auf Fiat-Ducato-Basis: hier fallen wir nicht auf und können in Ruhe Schlaf tanken.

Unser Aufenthalt muss natürlich so vonstatten gehen, dass wir die Bewohner des Ortes, der uns beherbergt, weder stören noch ihnen schaden – gleich, ob es sich hierbei um Camper, Fahrer anderer Reisemobile auf einem Rastplatz oder um lokale Anwohner handelt. Wir selbst wünschen uns Respekt und sollten ihn daher Anderen auch entgegenbringen.

 

Camper-Aufenthalt in Beherbergungsbetrieben

Es wirkt zwar absolut logisch, aber man sollte sich dennoch bewusst machen, dass Fahrten und Manöver in Beherbungsbetrieben aller Art (auf Rast-, Park- und Campingplätzen, Bauernhöfen mit Gästebeherbergung) im Schritttempo erfolgen sollten: zur Sicherheit aller, aber insbesondere der dort sicher auch vorhandenen Kinder, und um unnötiges Aufwirbeln von Staub, Matschspritzer u.ä. zu verhindern und damit unsere Nachbarn zu beschmutzen. Andererseits: wenn bei unserer Ankunft genügend Platz vorhanden ist, sollten wir uns nicht hautnah an andere Reisemobile heranquetschen, die dort bereits abgestellt sind. Es gilt, die Privatphäre und den Lebensraum seiner Nachbarn zu respektieren.

Wenn wir es für angemessen halten und der Beherbergungsbetrieb entsprechend ausgestattet ist, können wir uns ans 220-Volt-Stromnetz anschließen und damit die an Bord befindlichen Batterien und Akkus (Handy etc.) wieder aufladen.

Hierzu sollten wir stets ein ausreichend langes, dreipoliges Kabel sowie einige Verbindungsstecker mitführen, mit denen wir die Kabel mit dem Netz verbinden können (es gibt auch für diverse Länder passende Mehrfachstecker). Aus Sicherheitsgründen wichtig: in der Luft hängende, improvisierte Anschlüsse sollte man vermeiden; wenn es darauf regnet, kann es leicht zu Kurzschlüssen kommen.

Außerdem sollten wir versuchen, unsere Nachbarn nicht durch störende Geräusche, wie z.B. durch Stromgeneratoren zu belästigen; Geräte sollten auf minimaler Lautstärke und möglichst emissionsarm betrieben werden.

Freies Rasten im Camper

Zum Thema freies Rasten außerhalb von Beherbungsbetrieben ist zu bedenken, dass dies in manchen Ländern eine Ordnungswidrigkeit darstellt. Daher unser Rat: sich vorher gut über eventuelle Konsequenzen informieren: mitten in der Nacht von der Polizei geweckt zu werden, ist wahrscheinlich nicht die Reise-Erfahrung, die wir uns gewünscht haben!

Dort, wo freies Rasten erlaubt ist (wie z.B. in Italien, wo es § 185, Abs. 2*, der dortigen StVO gestattet), kann es dennoch örtlichen, zeitlichen Begrenzungen unterworfen oder auf bestimmte Fahrzeugtypen beschränkt sein (nicht auf Reisemobile, sondern z.B. auf alle Fahrzeuge über 2,5 t). Auch in einem solchen Fall sollte man sich im Vorfeld gut informieren, evtl. bei der örtlichen Polizei.
Zur Erinnerung: Reifenkeile sind ebenso wenig erlaubt wie ausziehbare Treppen oder nach außen geöffnete Fenster oder Türen.

Und schließlich sollten wir versuchen, unseren Camper auf Fiat-Ducato-Basis auf einer geraden Fläche zu parken: man schläft dort besser, vermeidet Probleme mit Abwasser aus Spülbecken und Dusche, und auch der Kühlschrank funktioniert optimal. Wenn möglich, sollten wir das Fahrzeug so ausrichten, dass die Sonne auf ihrer täglichen Bahn nie direkt auf den Kühlschrank scheint: dies spart erheblich Strom ein.

Mit diesen Tipps wünscht Fiat Professional for Recreational Vehicles Ihnen allen gute Aufenthalte. Und natürlich gute Reise!

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